Die Straße ist hart

Jeden Tag begegnen wir Menschen, die auf der Straße leben – doch oft genug schauen wir an ihnen vorbei, als seien sie gar nicht da. Wer sind sie, was ist ihre Geschichte? Was bedeutet es, obdachlos zu sein? 

Es gibt viele Gründe, die für manche zu einem Leben auf der Straße führen. 

Es geht oft um Unglück und Ungerechtigkeit, um verlorene Eltern und Kinder, um Drogen, Straftaten und Fehler, die dazu geführt haben, dass ein Mensch den Halt verliert und durchs „soziale Netz fällt“, wie man so sagt. 

2016 sind wir zum ersten Mal mit unserem Bollerwagen durch die Düsseldorfer Altstadt gezogen und haben Schlafsäcke, Mützen und Handschuhe verteilt. Dabei waren viele Jugendliche, die extrem berührt waren von den Gesprächen und den Geschichten der Menschen, die wir getroffen haben. Seitdem ziehen wir mit unserem Gepäck jedes Jahr durch die Straßen Krefelds oder Düsseldorfs und verteilen, was wir so dabei haben. Gefüllte Tüten mit allerlei Gesundem und Süßigkeiten sind dann irgendwann dazu gekommen, die erleichtern uns die Ansprache, denn beschämender Weise kostet es uns Überwindung auf die Menschen zuzugehen, die wir doch so gerne übersehen. Wir haben gelernt, dass gerade das normale Gepräch mit uns Passanten so wertvoll für die Menschen ist, ein paar freundliche Worte, die zeigen, dass sie wahrgenommen werden. 

Im ersten Lockdown sind wir dann jede Woche in die Krefelder Innenstadt gegangen, haben gefragt, was so gebraucht wird und haben Tüten mit Lebensmitteln verteilt. Die Schließung der Geschäfte hatte für Menschen, die ihr Leben auf der Strasse verbringen die Folge, dass niemand mehr vorbeikommt, der Geld spendet, man nicht mehr im Café auf die Toilette gehen kann, die Versorgung extrem schwierig und auch teuer wurde. Darüber hinaus haben die professionellen Organisationen ihre Dienste vielfach eingestellt. Die Dankbarkeit für den heißen Kaffee, ein Stück Kuchen, Nudelsalat und Frikadellen war groß! 

Und deshalb machen wir weiter...

Soup 66

Seit Oktober stellt unser Botschafter Oliver seine Garage in der Krefelder Innenstadt zur Verfügung und bietet dort wöchentlich eine warme Suppe oder einen Eintopf an. Das Angebot wird sehr gerne angenommen. Eine kleine Gemeinschaft hat sich gebildet, die sich regelmäßig dort trifft und es sichtlich genießt, mal etwas frisch Gekochtes von einem Porzellanteller zu essen...für uns eine Selbstverständlichkeit (leider nicht zur Coronazeit, im Moment nutzen wir aus Sicherheitsgründen Einweggeschirr).

Es ist immer sehr persönlich!

Mit unserer Unterstützung können wir die Bedürftigen auch mit dem Nötigsten versorgen. Hygieneartikel, Socken, Unterwäsche, aber auch warme Jacken oder mal ein neues Paar Schuhe sind gefragt. Für manche Sachen machen wir über die sozialen Netzwerke Spendenaufrufe, manches kaufen wir auch neu. 

Die Suppenküche ergänzt unsere saisonale Arbeit perfekt!

Soup 66.-49.png

Describe your image

Describe your image

Describe your image

Describe your image

Soup 66.-49

Soup 66.-49

Describe your image

  • Facebook
  • Instagram

© 2016 Rebecca Klausmeier Stiftung.de